OCTOVO durchsucht — nur wenn du das Beobachten eingeschaltet hast — den lokal gespeicherten Bildschirmtext von gestern nach „Spülmaschine", findet Fenstertitel und Adresse der Amazon-Seite, sucht deinen Vater im Adressbuch und schreibt die Nachricht. Was aus Bildschirminhalt entsteht, geht in jeder Autonomiestufe erst nach deiner Freigabe hinaus.
Anwendungsfälle · Mittwoch, 19:20
Gestern gesehen, nie gespeichert — und jetzt fragt dein Vater danach.
Gestern Abend hast du auf Amazon eine Spülmaschine verglichen, dann kam ein Anruf, dann war der Tab zu. Heute fragt dein Vater, welche das war. Verlauf durchsuchen, zwanzig Amazon-Seiten, keine sieht richtig aus — und du weißt nur noch: Bosch, irgendwas mit Serie 4.
Was du sagst
Schick den Amazon-Link von gestern mit der Spülmaschine an meinen Vater.
Getippt oder gesprochen — im Programm oder vom Handy aus.
Gelesenes verfällt nach sieben Tagen. Den Passwortspeicher liest er nie.
- Anlass
- Ein Satz von dir — und das Beobachten muss vorher eingeschaltet sein.
- Arme
- Bildschirm, Kontakte, Nachrichten.
- Freigabe
- Immer. Was aus Bildschirminhalt entsteht, geht in keiner Stufe ungeprüft raus.
- Was dein Gerät verlässt
- Die Fundstelle — Fenstertitel, Adresse, Textausschnitt — an das Sprachmodell. Nicht das ganze Bildschirm-Gedächtnis.
Nachgestellt
Was tut OCTOVO, wenn du nach etwas fragst, das du nur gesehen hast?
Er durchsucht das Bildschirm-Gedächtnis — den Text, den er beim Beobachten abgelegt hat — nach „Spülmaschine" im Zeitfenster gestern, findet den Ausschnitt mit Fenstertitel „Bosch Serie 4 Geschirrspüler – Amazon.de" und der Adresse, sucht deinen Vater in den Kontakten und schreibt die Nachricht im gewohnten Ton. Sie wartet auf dein Ja.
Jede Zeile im Gespräch ist ein Werkzeug, das es im Programm wirklich gibt. Die Namen sind erfunden.
„Schick den Amazon-Link von gestern mit der Spülmaschine an meinen Vater.“
- Bildschirm-Gedächtnis durchsucht gestern · „Spülmaschine Amazon" erledigt
- Ausschnitt gefunden Bosch Serie 4 – Amazon.de · 21:42 erledigt
- Vater im Adressbuch Peter Voss · du erledigt
- Nachricht geschrieben Entwurf · Nachrichten-App erledigt
- Aus Bildschirminhalt — immer Freigabe wartet auf dich wartet auf dich
Der Link liegt bereit. „Papa, das war die hier:" und die Adresse. Was aus dem Bildschirm kommt, geht nie ungeprüft raus.
Danach
Was siehst du danach?
-
Die Nachricht
Unter „Wartet auf dich": Empfänger, Text, Link — und der Vermerk „aus Bildschirminhalt". Du prüfst den Link, dann geht sie über die Nachrichten-App deines Macs hinaus.
-
Der Ausschnitt im Klartext
Im Bereich „Bildschirm": Zeitpunkt, Programm, Fenstertitel, Adresse, gelesener Text — genau das, was er gefunden hat. Daneben „Letzte Stunde vergessen" und „Alles vergessen".
-
Was er nicht gesehen hat
Die Liste der gesperrten Bereiche: Passwortspeicher, Bankseiten, Anmeldeseiten, private Fenster — und alles, was du selbst dazu getan hast. Die Sperre greift vor dem Lesen.
Bei dir
Was bleibt bei dir — und wo ist die Grenze?
Bleibt auf deinem Gerät
- Das Bildschirm-Gedächtnis: gelesener Text mit Zeitpunkt, Programm, Fenstertitel und Adresse — lokal, verschlüsselt, ab Werk 7 Tage, einstellbar zwischen 1 und 90. Danach verfällt es von allein.
- Kein Video, ab Werk kein Bild: Er liest Text und legt Text ab. Kartennummern, IBANs und Schlüssel werden vor dem Ablegen entfernt.
- Wer dein Vater ist und wie du ihn ansprichst: im Adressbuch und Gedächtnis auf dem Gerät.
Wo die Grenze ist
-
Ab Werk aus. Ohne den großen Schalter im Bereich „Bildschirm" gibt es kein Bildschirm-Gedächtnis — und dann findet er den Link nicht, sondern sagt das.
-
Solange beobachtet wird, steht es sichtbar in der Menüleiste („Bildschirm wird gelesen"), und das Anhalten liegt im Menü ganz oben.
-
Auf einem Arbeitsgerät ohne Betriebsvereinbarung ist das Beobachten nicht zulässig (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG); in Verschwiegenheitsberufen ist es gesperrt, bis du es einzeln freigibst. OCTOVO weist beim Einschalten darauf hin.
Nachgefragt
Fragen zu diesem Fall
Muss ich dafür etwas einschalten?
Ja. Das Beobachten ist ab Werk aus; du schaltest es im Bereich „Bildschirm" mit einem großen Schalter ein — daneben steht, was danach passiert und was es dich kostet. Solange es läuft, zeigt das Menüleisten-Symbol „Bildschirm wird gelesen".
Sieht er dann auch mein Online-Banking?
Nein. Bankseiten, Passwortspeicher, Anmeldeseiten und private Fenster sind gesperrte Bereiche — die Sperre greift, bevor gelesen wird, nicht danach. Kartennummern, IBANs und Schlüssel werden zusätzlich entfernt, bevor etwas abgelegt wird. Eigene Programme und Adressen sperrst du mit „Programm hinzufügen".
Wie lange bleibt das gespeichert?
Ab Werk 7 Tage, einstellbar zwischen 1 und 90; danach verfällt der Text von allein. Dazu drei Knöpfe: „Anhalten", „Letzte Stunde vergessen", „Alles vergessen". Nichts davon verlässt dein Gerät, außer dem Ausschnitt, den eine einzelne Frage braucht.
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